Wenn ich mir vorstelle, die Stadt Passau ohne jeglichen Wegweiser.

Ein einziges Chaos. Jeder, der nicht zufällig aus der Stadt stammt oder schon länger hier wohnt und deshalb genau Bescheid weiß, würde durch die Straßen und Gassen irren. Wegweiser geben die Richtung an, die großen Linien. Sie helfen, dass die Menschen sich nicht verzetteln. Ohne Wegweiser gäbe es für manchen keinen Durchblick oder Durchkommen mehr.

Der Advent ist so ein Wegweiser. Er sagt mir, da geht es für dich lang, auf Weihnachten hin. Und gerade in dieser oft so lauten und hektischen Zeit vor dem Fest könnte ich auf seinen Hinweisschildern buchstabieren: Jesus kommt zu uns Menschen, zu Dir, Gott selbst wird Mensch, um uns herauszureißen aus all unseren Nöten. Vergiss das nicht! Denn wir laufen Gefahr, uns in den nächsten Wochen im wahrsten Sinn des Wortes zu verzetteln.

Da ist dieses Geschenk zu besorgen, jener Wunsch zu erfüllen, diese Karte zu schreiben und jene Plätzchensorte zu backen.
Wir hetzen beinah durch die lichtergeschmückten Straßen und Geschäftspassagen ohne uns am Eigentlichen zu orientieren, nämlich an der Ankunft des Herrn auf Erden. Nichts anderes heißt Advent.

Ihr Wolfgang Duschl