Advent,

vom lateinischen Wort „adventus“, meint die Ankunft des Herrn und ist die
Vorbereitungszeit auf Weihnachten hin, gleichzeitig das Warten auf das Kommen
Christi.

 

Bethlehem,

eine Stadt in der Nähe von Jerusalem
und Heimatort des Königsgeschlechtes David, nennen die Evangelisten
übereinstimmend als Geburtsort Jesu.

 

Christbäume,

als Zeichen des Lebens und der
Fruchtbarkeit, gehen auf vorchristliches Brauchtum zurück. Zum ersten Mal
erwähnt um 1500, hielten sie in katholischen Kirchen und Wohnungen erst im 19.
Jahrhundert Einzug.

 

Drei Könige.

Caspar, Melchior und Balthasar entstammen
der Frömmigkeit des Mittelalters. Die Abkürzung C+M+B, die zu diesem Fest an
die Türen geschrieben wird, bedeutet „Christus mansionem
benedicat – Christus segne dieses Haus“.

 

Epiphanie,

griechisch Erscheinung, ist am 6.
Januar das Fest „Erscheinung des Herrn“ und Klammer für die Geburt mit der
Huldigung der Weisen, die Offenbarung Jesu am Jordan und sein erstes Wunder.
Das Brauchtum betont den Tag stärker als „Dreikönigsfest“.

 

Fest der Heiligen Familie.

Die Verehrung der Heiligen Familie,
Jesus, Maria und Josef, nahm erst im 19. Jahrhundert von Kanada aus einen
weltweiten Aufschwung.

 

Gloria,

latein. „Ehre“, ist der Lobgesang bei der
Messfeier. Im Lukasevangelium verkünden die himmlischen Scharen zur Geburt
Christi: „Gloria in excelsis Deo – Ehre sei Gott in
der Höhe“.

 

Heilig Abend

mit der Christmette war ursprünglich
Nachtwache bis zum eigentlichen Weihnachtsfest. Die Tradition sieht den
Zeitpunkt der Geburt Christi um Mitternacht.

 

In dulci jubilo

– „nun singet und seit
froh“, beginnt ein altes Weihnachtslied, dessen Verse in lateinischer und
deutscher Sprache auf den „Quempas“ zurückgehen.

 

Jordan.

Nach der Taufe im Jordan beginnt Jesus
öffentlich zu wirken. Das feiern die orthodoxen Christen an „Epiphanie“ und
weniger das Kind in der Krippe.

 

Krippen.

Der heilige Franz von Assisi hat 1223
als erster die Geburt Christi mit lebenden Tieren inszeniert. Daraus wurde die
weltweite Tradition der Figurenkrippen. Die erste bayerische Krippe wurde 1601
in Altötting aufgestellt.

 

Lichtmess,

eigentlich „Darstellung des Herrn“, am
2. Februar und 40 Tage nach Weihnachten, schließt den Kreis und war früher der
Tag, an dem Mägde und Knechte die Stelle wechselten.

 

Marana tha

– „Unser Herr, komm“, stimmten die
ersten Christen in Palästina an, wenn sie um die Ankunft des Messias beteten.
Dieser uralte Ruf in Aramäisch blieb meist unübersetzt.

 

Nazareth

ist der Heimatort Jesu, der deswegen
auch Nazoräer genannt wird. Mit diesem Wort ist auch
die Abstammung Jesu vom Spross, hebräisch „nezer“,
aus der Wurzel Jesse gemeint. Das Wort lebt im hebräischen „nozri
für „Christen“ weiter.

 

OAntiphonen

 sind Psalmen, die in der Woche vor Weihnachten
den erwarteten Erlöser preisen. Sie beginnen jeweils mit einem O, wie zum
Beispiel „O Weisheit, O Immanuel“.

 

Prophet.

Worte etwa des Propheten Jesaja, die
vom Retter Israels sprechen, haben die Evangelisten auf Jesus bezogen. Er ist
für sie der von Gott versprochene Erlöser.

 

Quempas.

Bei dieser alten Form eines
Weihnachtsspiels in der Christmette sangen Kinder im Wechsel den lateinischen
oder deutschen Text des „Quem pastores
laudavere – Den Hirten lobet sehre“.

 

Rauhnacht.

Die Nächte vom Thomasfest (21.
Dezember) bis zum Dreikönigstag (6. Januar) heißen im Volksmund Rauh- oder Rauchnächte, weil mit Weihrauch in den
Wohnräumen dem üblen Treiben der Geister Einhalt geboten werden sollte.

 

Silvester.

Der letzte Tag des Jahres ist nach dem
heiligen Silvester benannt, der von 314 bis 355 Papst war. Unter seiner
Amtszeit endeten die Christenverfolgungen.

  

Tiere

wie Ochs und Esel, obwohl in den
Evangelien nicht erwähnt, gehören einfach zu Krippendarstellungen. Das geht
wohl zurück auf den Bibelvers: „Der Ochs kennt seinen Besitzer und der Esel die
Krippe seines Herrn“.

 

Unschuldige Kinder.

Das Gedächtnis der Kinder von
Bethlehem, die König Herodes ermorden ließ, um damit auch den neugeborenen
Messias zu töten, wird am 28. Dezember begangen.

 

Verkündigung

des Herrn. Die Botschaft an Maria, sie
werde einen Sohn gebären, dem sie den Namen Jesus geben solle, wird als ein
eigenes Fest, neun Monate vor Weihnachten, am 25. März gefeiert.

 

Weihnachten.

Seit dem 4. Jahrhundert feiern die
Christen das Fest. Die römische Kirche hat den 25. Dezember gewählt und damit
dem Fest des Sonnengottes Mithras sowie der nordischen Wintersonnenwende
Christus als wahre Sonne und wahres Licht gegenübergestellt.

 

Xmas

wird als englischsprachiger Ausdruck
für das Fest verwendet und bedeutet „christmas“. Der
Buchstabe X ähnelt dem griechischen „chi“, mit dem
das Wort „christos – Gesalbter“ beginnt.

 

Y

 kann man als „Weihnachtsbuchstaben“
bezeichnen. Im Griechischen beginnt damit das Wort „Sohn Gottes“. Gott hat
seinen Sohn in die Welt gesandt, um die Menschen zu erlösen.

 

Zion

steht für Jerusalem als Sitz Gottes.
In einem Weihnachtslied heißt es: „Tochter Zion freue dich, Jauchze laut
Jerusalem“ über das Kommen Jesu Christi.