Die sogenannten Drei Könige, Caspar, Melchior und Balthasar entstammen der Frömmigkeit des Mittelalters.
Die Abkürzung C+M+B, die zu diesem Fest an die Türen geschrieben wird, bedeutet aber „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“.

Hinter den legendären Namen Caspar, Melchior und Balthasar steht die biblische Geschichte von drei Weisen aus dem Morgenland, die dem Stern nach Bethlehem folgen. Sie brachten Weihrauch, Gold und Myrre an die Krippe. Der Volksglaube machte aus den drei Magiern Könige verschiedener Erdteile und legte ihre Zahl aufgrund der Geschenke auf drei fest. Caspar als Afrikaner schenkt Myrre, Melchior als Europäer Gold und Balthasar als asiatischer König den Weihrauch. Nach einer Legende wurden ihre Gebeine zunächst in Konstantinopel aufbewahrt. Später sollen die sterblichen Überreste nach Mailand gelangt sein. Der Kölner Erzbischof Rainald von Dassel überführte die Gebeine 1164 nach Köln. Dort werden sie bis heute verehrt.

Der Liturgie nach wird am 6. Januar das Fest „Erscheinung des Herrn“ – Epiphanie griechisch bedeutet Erscheinung – gefeiert. Der Festtag bildet eine Klammer für die Geburt mit der Huldigung der Weisen, die Offenbarung Jesu am Jordan und sein erstes Wunder. Nach der Taufe im Jordan beginnt Jesus öffentlich zu wirken. Das feiern die orthodoxen Christen an „Epiphanie“ und weniger das Kind in der Krippe. Ein Teil der orthodoxen Christen, etwa in Russland, hat, entsprechend dem Julianischen Kalender, den 7. Januar als Datum für das Weihnachtsfest gewählt.